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“ Aus dem Nichts heraus berührt sie sofort mit ihren sanft-klagenden Höhentönen im Pianissimo.”

PNP

Die belgische Sopranistin Flore Van Meerssche gab 2021 ihr Debüt bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik in Johann Matthesons Oper Boris Goudenow und sang außerdem die Titelpartie in Maria Antonia Walpurgis‘ Talestri an der Kammeroper München in Schloss Nymphenburg. Auf der Bühne war sie außerdem als Cleopatra in Händels „Giulio Cesare in Egitto“ im Rahmen der „Talentschmiede“ unter der Künstlerischen Leitung von Alessandro de Marchi, Pamina in Mozarts „Die Zauberflöte“, Colette in Rousseaus „Le devin du village“, Minerva in Monteverdis „Ulisse“ und Adina in Donzettis „L’elisir d’amore“ zu erleben. 

Ihre besondere Leidenschaft gilt dem Kunstlied. Im Dezember 2021 gewann sie mit ihrem Duo-Partner Gyeongtaek Lee den französischen Liedpreis „Prix de Mélodie française“ beim Internationalen Lied-Wettbewerb Nadia et Lili Boulanger in Paris. 2020 war sie mit Christine Schornsheim am Hammerflügel mit Schubert Liedern in München zu hören. 

Als Konzertsängerin ist Flore Van Meerssche international gefragt. 2022 kehrt sie für ein Solo-Recital auf Schloss Ambras zu den Internationalen Festwochen der Alten Musik nach Innsbruck zurück. 

2021 war sie hier im Eröffnungskonzert des Festivals mit den Barockharfenistinnen Margret Köll und Mara Galassi zu erleben. Sie sang unter Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Philippe Pierlot, Alessandro di Marchi, Andrea Marchiol und Sir Simon Rattle und musiziert mit Klangkörpern wie dem Collegium Vocale Gent, dem Ricercar consort, dem Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Bayerischen Kammerphilharmonie, dem Orchester der Kammeroper München, dem Theresia Orchestra und der Accademia di Monaco. Als Mitglied des Barockensembles capella sollertia verbindet sie außerdem eine enge Zusammenarbeit mit Künstlern wie Kristin von der Goltz, Anne Katharina Schreiber und Johanna Soller. Ihr Repertoire umfasst die wichtigsten Partien ihres Fachs. 

 

Flore Van Meerssche schloss im Februar 2021 ihr Master-Studium Liedgestaltung, sowie 2018 ihren Master Konzertgesang an der Hochschule für Musik und Theater München mit Auszeichnung ab. Zu ihren Lehrern zählen Fenna Kügel-Seifried, Andreas Schmidt, Fritz Schwinghammer, Donald Sulzen und Céline Dutilly. Meisterkurse bei Helmut Deutsch, Ian Bostridge, Roberta Alexander, Jan Philip Schulze, Dietrich Henschel, Kai Wessel und Andreas Staier ergänzen ihre Ausbildung. 2021 war sie eine der ausgewählten Teilnehmer der Masterclass „Young Bach Soloists“ mit Philippe Herreweghe und Peter Kooij in Gent. 

 

Flore Van Meerssche ist Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins, des Richard-Wagner-Verbands München und Yehudi Menuhin - Live Music Now München.